Schlossgarten Karlsruhe
Großherzogliche Grabkapelle

Die grüne Insel in der Fächerstadt
Als Markgraf Carl Wilhelm von Baden-Durlach den Grundstein für den Bau seines Lust- und Jagdschlosses ,,Carols Ruh" im Hardtwald legte, wünschte er sich ländliche Abgeschiedenheit und die Gelegenheit, seiner gärtnerischen Leidenschaft nach
zu gehen. ,,[...] Unser einziges Plaisir (besteht) in der Garten- und Blumen-Cultur".
Am 17. Juni 1715 wurden das Schloss und das ausgedehnte Jagdrevier zur Residenz ernannt und die Gründung der Stadt bekannt gegeben. Ein Schloss mit prachtvollen Lustgärten wurde errichtet und entgegen allen Regeln der barocken Gartenarchitektur war der Lustgarten vor dem Schloss und nicht dahinter angelegt.
Im Laufe der Jahrhunderte wechselte der Garten oft sein Erscheinungsbild und wurde zum Teil vernachlässigt. Nach der fast vollständigen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss wiederaufgebaut und die Gartenanlagen in den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts im Stil des 19. Jahrhunderts gestaltet.
Die 32 Alleen, die strahlenförmig vom Schlossturm ausgehen, haben Karlsruhe die Bezeichnung ,,Fächerstadt" gegeben. Das Schloss beherbergt die umfangreichen
Sammlungen des Badischen Landes museums. Ein Spaziergang durch den Schlossgarten, den Botanischen Garten und durch die Gewächshäuser ist heute wieder ein wahres Vergnügen. Ein Abstecher zur Grabkapelle am Rande des Fasanengartens führt Sie in die mystisch-geheimnisvolle Welt der im Auftrag des Großherzogs Friedrich I. 1889 für die badischen Herrscher errichteten Fürstengruft.