|
Schloss Bruchsal
Schloss Bruchsal wurde von Damian Hugo von
Schönborn, dem Bischof von Speyer, ab 1722 erbaut. Von
Schönborn baute die alte, 1689 zerstörte Speyrer
Residenz
nicht mehr auf, sondern entschloss sich zu einem
repräsentativen
Neubau nach dem Vorbild Versailles. Mit dem Standort Bruchsal ging der
Inhaber geistlicher und weltlicher Macht auch ständigen
Auseinandersetzungen mit der protestantischen Reichsstadt Speyer aus
dem Weg.
Der Bau begann 1721 mit den beiden Pavillons seitlich des Torhauses,
dem Hofkontroll- und dem Hofzahlhaus. Zunächst
beschäftigte
der Fürstbischof, der selbst ständig in die Planungen
eingriff, nacheinander örtliche Baumeister, u.a. Maximilian
von
Welsch, die 1725 von Anselm Franz Freiherr von Ritter zu
Grünstein
abgelöst wurden.
1728 nahm sich endlich der vielbeschäftigte Balthasar Neumann
auf
Bitten des Schlossherrn des verfahrenen Bauwerks an und entwarf die
noch heute in ihrer Raumwirkung sehr beeindruckende und
berühmte
Treppe.
Unter Neumann entstanden auch die übrigen Teile des Hauptbaus,
Fassadengestaltungen am Corps de Logis, das Torwachthaus und der
Kirchturm.
Zwischen 1733 und 1736 waren die Bauarbeiten an der Residenz durch
Kriegswirren unterbrochen, von Schönborn musste vor der
französischen Besetzung für drei Jahre fliehen. Als
er 1743
starb, hinterließ er seinem Nachfolger ein wirtschaftlich
erfolgreiches und modern verwaltetes Bistum. Unter Kardinal Christoph
von Hutten wurden als abschließende Arbeiten die
Rokoko-Dekorationen in den Prunkräumen des Corps de Logis
gearbeitet, sowie Portal und Balkonanbauten ausgeführt.
Mehr Informationen im Schlösser-Magazin
|
|